Archäologische Funde und Ausgrabungen auf der Insel Comacina
1914 legten die Ausgrabungen des Archäologen Ugo Monneret die Überreste der romanischen Basilika Sant'Eufemia frei.
Unter der Leitung von Luigi Mario Belloni und in Zusammenarbeit mit der Soprintendenza alle Antichità per la Lombardia startete 1958 eine große wissenschaftliche Ausgrabungskampagne. Dabei wurden an verschiedenen Stellen der Insel bedeutende religiöse Anlagen entdeckt: beim heutigen Oratorium San Giovanni, auf dem Inselrücken (Santa Maria col Portico) und im Bereich Il Castello (San Pietro in Castello). Eine weitere Grabung 1962 legte zudem eine noch ältere romanische Kirche unter dem Oratorium frei.
Die bedeutendsten Funde auf der Insel Comacina
- San Giovanni (Battistero): Der wichtigste Fund der Insel. Die frühchristliche Kirche beeindruckt mit Wandfresken aus der Karolingerzeit sowie Mosaikböden aus dem 5. und 9. Jahrhundert.
- Santa Maria Col Portico: Überreste einer romanischen Kirche aus dem 12. Jahrhundert mit sichtbaren Außenmauern und Böden, erbaut über einem älteren Oratorium und 1169 zerstört.
- San Pietro in Castello: Reste einer romanischen Kirche auf dem östlichen Hügel, errichtet auf einer antiken Befestigung und ebenfalls 1169 zerstört.
- San Faustino e Giovita: Überreste einer romanischen Klosterkirche aus dem 12. Jahrhundert mit doppelter Innenapsis, einst Teil eines Benediktinerinnenklosters.
Insel Comacina
Höhenmeter: 630 Hm ↑
Höhenmeter: 910 Hm ↑
Höhenmeter: 780 Hm ↑
Höhenmeter: 1.020 Hm ↑
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