Burg von Musso - Comer See

Burg von Musso

Die Ruinen der Burg von Musso befinden sich auf dem Ausläufer des den Ort dominierenden Felsens. Der Sasso di Musso wurde bereits von den Galliern befestigt, die noch vor der Ankunft der Römer auf dem Gebiet lebten. Die Lage war strategisch günstig um den direkten Verkehr auf der Via Regina zwischen dem Valtellina und der Schweiz zu kontrollieren. Heute kann man von der antiken Burg noch ein paar Ruinen und Teile der äusseren Mauer sehen. Im 12. Jahrhundert wurden das Lehngut Musso und die Burg Besitztum der Familie Malacrida, die mit dem Fürsten von Mailand verbunden war. Während der französischen Belagerung 1500 zerstörte der Stabsfeldwebel Giangiacomo Trivulzio die Burg und baute sie einige Monate später noch grösser und noch besser befestigt wieder auf; zugleich erhielt er das Recht, Münzen zu prägen, nachdem er eine vollständige und eigene Münzstätte errichtet hatte. Die Burg von Musso war durch zweireihige Bollwerke geschützt, zwischen den Mauern und dem Berg gab es einen Burggraben mit spitzen Pfählen. Zugang zur Burg bestand durch eine unterirdische Strasse und über einen Weg, der die Burg mit dem Ort Dongo verband.

Im Jahr 1522 ergriff Gian Giacomo De Medici, il Medeghino genannt, Besitz von der Burg. In der Folge wurde die Burg von Musso ein Nest von Söldnern, Banditen und Gaunerbanden. Zehn lange Jahre lang überzogen sie das Gebiet um den Comer See mit Piraterie, Entführungen, Diebstählen, verhängten sie Zölle und Mautgebühren und kontrollierten sie so einen guten Teil des Comer Sees und der Brianza. In den folgenden Jahren wurden die Angriffe seitens der Schweizer Grigioni auf die Burg von Musso immer heftiger und beharrlicher. 1523 unterzeichnete il Medeghino einen Waffenstillstand, mit dem er die Burg an die Grigioni abtrat. Im Gegenzug wurde er begnadigt und zum Marchese di Melegnano ernannt. Die Grigioni zerstörten die Burg bis auf die Grundmauern. Unter der spanischen Herrschaft im 17. Jahrhundert kehrten die Malacrida nach Musso zurück, bauten jedoch die Mauern der Burg nur zum Teil wieder auf.

Dongo

Dongo

In Dongo unter den Gebäuden ist besonders der klassizistische Palazzo Manzi zu erwähnen, heute das Rathaus und Museum Ende des Krieges, innen 1824 von Pietro Gilardoni gestaltet (einem Schüler von Leopoldo Pollack).

Dongo

Küche Comer See

Typisch Comer See Küche

In der Larianischen Küche dominieren Zutaten aus dem See, aber es gibt auch rustikale Gerichte aus den Bergregionen und Delikatessen aus den Hügelgegenden. Ein typisches Gericht des Comer Sees sind die Missoltini.

Küche

Menaggio

Menaggio

Das besonders milde Klima Menaggios, begünstigt von den Winden Breva und Tivano, und die sonnige Lage begünstigen eine überraschende und exotische Vegetation. Menaggio lebt zum Großteil vom Tourismus am Comer See.

Menaggio